Umzugsratgeber

Neuanfang – Umzug nach einer Trennung

Neuanfang – Umzug nach einer Trennung
Neuanfang – Umzug nach einer Trennung
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15.04.2020
Netti Krumbiegel

In diesem Beitrag lassen wir Sie wieder an persönlichen Erfahrungen teilhaben und erzählen von einem Umzug aus den Reihen des umzuege.de-Teams. Wie schon im ersten Teil ergänzen wir bestimmte Abschnitte mit Tipps und Tricks, die Sie in einer ähnlichen Situation beachten sollten. (Im Idealfall bleibt es Ihnen natürlich einfach erspart...) 

Der Umzug unserer Kollegin Anett stand damals sehr spontan an. Sie hatte dementsprechend nicht viel Zeit, um alles vorzubereiten. Doch bevor wir uns dem Ablauf des Umzugs widmen, sollten Sie die Hintergründe kennen:

Anett lebte zum Zeitpunkt des Umzugs bereits einige Jahre mit ihrem Partner zusammen. Leider lief die Beziehung schon länger nicht mehr rund. Daher fasste sie den Entschluss, sich zu trennen. Allerdings wollte sie das erst in die Tat umsetzen, wenn sie eine Wohnung in Aussicht hatte. Ihr fehlte einfach eine Alternative, wo Sie zwischenzeitlich hätte unterkommen können. Dank der guten Vorbereitung auf die Wohnungsbewerbung und die Besichtigungstermine fand sie überraschenderweise innerhalb weniger Tage eine Wohnung. Somit konnte der Umzug schon in der folgenden Woche stattfinden.

 Die Planung

  • Was nehme ich mit?
  • Was bleibt bei meinem Ex-Partner?
  • Was wird neu gekauft?

Unsere Kollegin ist ein Organisationstalent. Bereits vor der finalen Wohnungszusage hatte sie Excel-Listen angelegt, die jene Dinge aufzählten, die sie behalten und mitnehmen wollte – oder eben neu besorgen musste. Darauf waren zum Beispiel alle Möbel festgehalten, die sie unbedingt brauchte. Eine weitere Liste gab es für Dekoration und kleine Haushaltshelfer, die sie eventuell gebrauchen konnte. Schnell hatte sie mehrere Seiten voller Artikel und entsprechender Kosten zusammengestellt. Infolgedessen liefen die finalen Entscheidungen und der Umzugsprozess recht unkompliziert ab. 

Die aktuellen Möbel in der gemeinsamen Wohnung hatten bereits einen Umzug mitgemacht und einige Jahre auf dem Buckel. Einen weiteren Umzug hätten sie nicht überlebt. Es stand also fest, neue Möbel kaufen zu müssen. Da wenig Zeit blieb, klapperte Anett sofort diverse Möbelgeschäfte ab. Als alleinstehende Frau, die in eine Dachgeschoss-Wohnung ohne Aufzug zog, kam für die Kollegin gar nichts anderes in Frage: Die Möbel mussten geliefert werden! Glücklicherweise ließ es sich einrichten, dass alle Möbelhäuser am selben Tag liefern konnten und jeweils feste Lieferzeiten für die Möbel zusagten – das Tragen treppauf inklusive! Der Liefertag entsprach dem Umzugstag, ein Dienstag am Monatsanfang. Gekauft hatte Anett alles rund eine Woche zuvor. Dass alle Möbelhäuser noch Kapazitäten für diesen Wunschtag frei hatten, war natürlich ein riesiges Glück.

Planen Sie so etwas gut und nehmen Sie sich am Tag des Umzugs Urlaub. Die meisten Unternehmen bieten den Mitarbeitern für deren Umzug 1 - 2 Tage Sonderurlaub an. Können Sie die Möbelstücke nicht annehmen, wird es nicht nur teuer, sondern auch kompliziert, einen neuen Termin zu finden. 

Unser Tipp: Wählen Sie keinen Samstag, sondern besser einen Tag unter der Woche. Werktags sind die meisten Spediteure deutlich flexibler und häufig auch kurzfristig verfügbar.

Den Inhalt der Schränke hat Anett zu einem Großteil mitgenommen. Geschirr, Backutensilien, Bettwäsche, Handtücher und ihre Kleidung zogen komplett mit um, ebenso diverse Bücher, die Skiausrüstung, der Fernseher und einiges an Dekoration. Dementsprechend benötigte sie eine ganze Menge Umzugskartons – fast 40 Stück, und zusätzlich die umfunktionierten Urlaubskoffer.

Auf den ersten Blick scheint es oft, als würde man nicht sonderlich viele benötigen, doch die Kisten füllen sich schnell. Trotzdem brauchen Sie nicht unbedingt eine Unmenge an Kartons. Sie können einige einsparen, wenn die Möglichkeit besteht, sie mehrfach zu verwenden. 

Packen Sie zunächst die wichtigsten Dinge ein, die in der neuen Wohnung gleich wieder ausgepackt werden können. Ist beispielsweise eine Küche vorhanden, können Geschirr und Töpfe sofort eingeräumt werden. Die Kartons verwenden Sie bei der nächsten Fuhre einfach wieder.

Einen Transporter hat sich unsere Kollegin nicht gemietet. Sie hatte hauptsächlich Kartons zu transportieren und die Entfernung von der alten zur neuen Wohnung war überschaubar. Ein großer Vorteil für das Unterfangen: Die Trennung lief ruhig und friedlich ab. Es war also kein Problem, den Umzug auf ein paar Tage auszudehnen. Kurzerhand plante Anett ein paar Touren mit dem eigenen PKW ein. Sie fuhr zudem einen Kombi, in dem sie pro Tour eine ganze Menge Kartons unterbrachte.

Am Umzugstag selbst, an dem ja auch alle Möbel geliefert wurden, unternahm Anett nur morgens eine Tour mit den wichtigsten Kisten. Den restlichen Tag verbrachte sie damit, zu putzen, Möbel aufzubauen und erste Kisten auszuräumen. In den darauffolgenden Tagen düste Sie nach der Arbeit ein paar Mal hin und her, um die restlichen Umzugskartons zu packen und zu transportieren.

Nicht jede Trennung verläuft so entspannt. Muss es schnell gehen, empfehlen wir, sich unbedingt an ein Umzugsunternehmen zu wenden. Die Mitarbeiter kennen solche Situationen. Sie sind schnell und arbeiten sauber. So müssen Sie nicht unbedingt die ganze Zeit persönlich dabei sein und eventuell einen weiteren Streit mit dem Ex-Partner auslösen.

Trennungen verlaufen unterschiedlich. Oft sind beide Partner verletzt. Überlegen Sie, wie Sie am besten mit der Situation umgehen können und möchten. An erster Stelle stehen jetzt Sie!

Lediglich zum Aufbauen der neuen Schränke kam eine Freundin vorbei. Den Rest erledigte Anett alleine, um dabei die Trennung endgültig zu verarbeiten. Sie stürzte sich zur Ablenkung auch gleich wieder in die Arbeit. Sie hatte nur einen Tag Urlaub genommen und den Rest nach der Arbeit erledigt. Binnen einer Woche war alles aufgebaut, sämtliche Kisten und Umzugskartons ausgepackt und das Umzugschaos beseitigt.

Zugegeben: Der Rücken schmerzte, in Armen und Beinen machte sich vom Tragen teils schwerer Kartons ein Muskelkater bemerkbar und ihre Hände waren mit Kratzern und Schrammen übersäht – doch es war endlich vollbracht! Die Kollegin war einfach nur überglücklich.

So etwas nahezu allein so gut zu meistern, ist eine absolute Ausnahme bei einem privaten Umzug. Aber in solchen Ausnahmesituationen entwickelt unser Körper manchmal fast Superkräfte.

Haben auch Sie den Schritt gewagt und sich von Ihrem Partner getrennt? Wenn ja: Wie lief Ihr Umzug ab? Wir freuen uns auf die Erfahrungen, die anderen Menschen in einer ähnlichen Situation helfen können.

Ihr umzuege.de-Team

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