Umzugsratgeber

Umzüge: Kosten, Finanzierung und Spartipps

Umzüge: Kosten, Finanzierung und Spartipps
Umzüge: Kosten, Finanzierung und Spartipps
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21.06.2022
Adrian Ministrator

Ob Mietkaution, Umzugsunternehmen, Renovierungsarbeiten oder Endreinigung: Ein Umzug in ein neues Zuhause kann eine Menge Geld verschlingen. Da die Wohnkosten in den letzten Jahren generell stark gestiegen sind, werden Haushalte finanziell erheblich belastet. Die nachfolgenden Angaben dienen der Orientierung und zeigen Optionen zur Finanzierung sowie konkrete Tipps für Einsparungen bei Umzügen auf.

Umzugskosten von Kaution bis Parkgebühr

Bei einem Umzug entstehen unterschiedlichste Ausgaben, die vorab kalkuliert werden sollten, um finanziellen Engpässen vorzubeugen. Insbesondere die Kaution für Mietwohnungen kann die Liquidität schmälern. Die Höhe ist vom Gesetzgeber auf drei Monatsmieten (ohne Heiz- oder Betriebskosten) beschränkt. Mit dieser Kaution schützen sich Vermieter vor möglichen Kosten, die ihnen beispielsweise durch ausbleibende Mieten oder Schäden am Mietobjekt entstehen könnten. Allein die Kaution verursacht somit in vielen Fällen bereits Ausgaben im vierstelligen Bereich. Das Geld lässt sich nach Beendigung des Mietverhältnisses zwar zurückfordern, doch zunächst fehlt es in der Haushaltskasse.

Laut Deutschem Mieterbund muss eine Mietkaution nur dann gezahlt werden, wenn der Mietvertrag dies auch vorsieht.

Weitere Ausgaben, die im Rahmen eines Umzugs anfallen können:

  • Reinigungs- und Renovierungskosten: Muss die alte Wohnung vor der Schlüsselübergabe noch renoviert werden, entstehen Kosten für Wandfarbe und Ähnliches. Diese liegen meist nicht unter 35 Cent pro Quadratmeter zum Streichen. Wer selbst keine Zeit für die Endreinigung hat, sollte auch dafür ein Budget einplanen.

  • Umzugskosten: Wie teuer der Umzug wird, hängt entscheidend von der Menge an Dingen ab, die von A nach B transportiert werden müssen, sowie von der Distanz zwischen den Wohnungen. Je mehr Möbel, Geschirr, Kleidung und Co. verpackt und mobilisiert werden müssen, desto höher die Ausgaben für Verpackungsmaterial, Umzugsfahrzeuge, Kraftstoff und helfende Hände.

  • Mietkosten: Womöglich überschneiden sich die Mietverhältnisse, sodass ein oder sogar mehrere Monate doppelte Mietkosten zu leisten sind. Dies gilt es zwar grundsätzlich zu meiden, aber in manchen Situationen – beispielsweise durch kurzfristige Jobwechsel – lassen die Kündigungsfristen keine andere Wahl.

  • Sonstiges: Darüber hinaus können Ausgaben durch Nachsendeaufträge, Parkgebühren für Transportfahrzeuge, die Um- beziehungsweise Anmeldung für den neuen Wohnsitz oder neue Möbel zustande kommen.

Beträgt die Entfernung zum neuen Zuhause über 200 Kilometer, übersteigen die Umzugskosten schnell die 1.000-Euro-Marke. Wird ein Umzugsunternehmen für einen Umzug mit einer zurückzulegenden Strecke von mehr als 500 Kilometern beauftragt, kommen für Verpackung und Transport der Habseligkeiten aus einer 60-Quadratmeter-Wohnung schnell 2.000 Euro und mehr zusammen. Bei einem Kurzstreckenumzug genügt ein dreistelliger Betrag.

Umzüge finanzieren – Ratenkredite bieten Planungssicherheit

Lassen sich die Umzugskosten nicht durch das Ersparte decken, kann ein Kredit die Finanzierung ermöglichen und durch das Fremdkapital die Liquidität erhalten. Wichtig ist, dass Kreditangebote sorgfältig verglichen werden, um die Kreditkosten möglichst gering zu halten. Ratenkredite eignen sich gut, weil sie die monatliche Rückzahlung des Fremdkapitals vorsehen und Planungssicherheit mit sich bringen.

Diejenigen, die ihre Chancen auf einen Umzugskredit möglichst schnell klären möchten, können online unter anderem bei auxmoney anfragen – ein Kreditvermittler mit Sitz in Düsseldorf. Wie für unbürokratische Onlinekredite üblich, wird durch den digitalen Prozess auf Papierkram verzichtet. Das Unternehmen vermittelt Umzugskredite mit Laufzeiten zwischen zwölf und 84 Monaten. Beim Vergleichen ist vorwiegend der effektive Jahreszins entscheidend, weil diese Kennziffer über die Kreditkosten informiert. Je geringer der Effektivzins, desto günstiger die Konditionen.

ACHTUNG: Ein Dispokredit eignet sich nur für kleinere und kurze finanzielle Überbrückungen. Da die Zinsen zum Teil bei 14 Prozent liegen, kann eine dauerhafte Nutzung des Überziehungskredits sehr teuer werden.

Spartipps: Vorab entrümpeln und alternative Lösungen nutzen

Ein Umzug geht mit reichlich Sparpotenzial einher. Wer clever wirtschaftet, kann das Geld für wichtigere Dinge wie Erholungsurlaube verwenden oder sparen. 

Beispielhafte Spartipps im Überblick:

  • Ausmisten: Im Idealfall wird der Hausstand vor dem Umzug gründlich entrümpelt. Womöglich lässt sich die Menge an Gegenständen erheblich reduzieren, was sowohl Zeit und Energie als auch Geld spart. Zudem kann das neue Zuhause ohne materiellen Ballast eingeweiht werden, was grundsätzlich ein gutes Gefühl verleiht.

  • Verpackung: Wird das Verpackungsmaterial für den Umzug im Handel gekauft, können sich die Kosten allein hierfür pro Raum auf 20 bis 40 Euro summieren. Günstigere Alternativen bestehen darin, unter anderem Textilien wie Handtücher, Geschirrtücher und Bettwäsche zum Verpacken und Polstern zu verwenden. Auch Zeitungen eignen sich für viele Dinge.

  • Steuern: Die Kosten für ein Umzugsunternehmen lassen sich als „haushaltsnahe Dienstleistung“ steuerlich geltend machen. Dadurch kann sich die Steuerschuld gegenüber dem Finanzamt reduzieren und sogar eine Rückzahlung möglich sein. Rechnungen deshalb aufbewahren!

  • Transportalternative: Umzugsfirmen bekommen ihre Fahrzeuge nicht bei allen Aufträgen voll. Der restliche Platz wird von einigen als „Beiladung“ angeboten. Wer hinsichtlich des Zeitpunktes für den Transport flexibel ist und nicht viel besitzt, kann viel sparen. Auch die Leerfahrten von der neuen Wohnung zurück in die Firma werden teilweise für Transporte genutzt, um den Laderaum der Fahrzeuge effizient einzusetzen. Auch diese Option spart Bares – zum Teil über 35 Prozent.
Generell gilt für jegliche Dienstleistungen, die im Rahmen eines Umzugs in Anspruch genommen werden: Vergleichen lohnt sich! Es gibt viele Umzugsunternehmen mit individuellen Leistungen und Konditionen. Allerdings ist es ratsam, nicht nur die billigsten Angebote näher zu prüfen, sondern auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu achten.

Ihr umzuege.de Team

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