Umzugsratgeber

Umzug effizient planen & organisieren – die besten Tipps für einen reibungslosen Ablauf!

Umzug effizient planen & organisieren – die besten Tipps für einen reibungslosen Ablauf!
Umzug effizient planen & organisieren – die besten Tipps für einen reibungslosen Ablauf!
© Urheber: lin / stock.adobe.com
13.02.2024
Adrian Ministrator

So viel Aufregung und Vorfreude mit dem Umzug in ein neues Zuhause auch verbunden sein mögen – das ganze Vorhaben bedeutet auch jede Menge Arbeit. Man muss unter anderem die Renovierung vornehmen, ein Fahrzeug und kräftige Umzugshelfer organisieren sowie natürlich einen ganzen Berg an Hab und Gut zerlegen und sicher verpacken.

Wird die zukünftige Wohnung die erste eigene Wohnung, muss man sich eventuell auch noch rechtzeitig darum bemühen, seine Küchenmöbel finanzieren zu lassen oder die entsprechende Innenausstattung anderweitig zusammenzustellen. Auch die Adressänderung und Entsorgung von Sondermüll darf keineswegs vergessen werden.

Wir sehen also – da kommt ganz schön was zusammen auf der To-do-Liste. Wer all diesen Punkten zu wenig Beachtung schenkt oder meint, Dinge noch in letzter Minute in die Wege leiten zu können, erlebt meist totalen Stress und bürgt sich unnötige Probleme auf. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir hier die wichtigsten Empfehlungen für einen gelungenen Umzug zusammengestellt.

Gute, frühzeitige Vorbereitung ist das A und O

Sicherlich ist es deutlich einfacher, eine 1-Zimmer-Studentenwohnung innerhalb der gleichen Stadt zu verlegen, als mit dem kompletten Hausstand samt Kindern und Hund einmal quer durch Deutschland oder gar ins Ausland umzuziehen. In mancherlei Hinsicht macht es auch einen Unterschied, ob man von einer Mietswohnung in die nächste zieht oder einem die Immobilien selbst gehören.

Und dennoch gilt unabhängig vom konkreten Fall, dass frühzeitige Planung den entscheidenden Unterschied macht. Daher sollte man mit den Vorüberlegungen mindestens einige Monate vor dem geplanten Umzugsdatum starten, damit schon dann die ersten Erledigungen in Angriff genommen werden können. Sie können sich hierfür an den folgenden Schritten orientieren:

Mietvertrag kündigen bzw. Verkauf des Eigenheims einleiten

Da ein Umzug an sich schon Kosten verursacht, möchte man selbstverständlich keine doppelte Miete bezahlen. Insofern sollten Aus- und Einzugsdatum perfekt aufeinander abgestimmt werden. Stehen viele Renovierungsarbeiten an, kalkuliert man jedoch besser eine zeitliche Überlappung ein, damit alles rechtzeitig zu realisieren ist.

Gilt es, Wohneigentum zu verkaufen, machen Sie sich frühzeitig auf die Suche nach einem geeigneten Makler. Es müssen Wertgutachten erstellt, Baupläne und Daten gesammelt und Fotos gemacht werden, was alles seine Zeit in Anspruch nimmt.

Auch wenn Sie das Haus behalten und untervermieten möchten, sollten Sie es mit genügend Vorlaufzeit ausschreiben. So haben Sie bessere Chancen, direkt nach Ihrem Auszug die ersten Mieteinnahmen zu erzeugen, ohne dass Leerlauf entsteht.

Kindergarten- oder Schulwechsel für die Kinder organisieren

Geht es in einen anderen Stadtteil oder eine fremde Stadt, muss auch dort die Kita-Betreuung oder ein passender Schulplatz für Ihre Kinder gewährleistet sein. Bestimmt möchten Sie sich die Optionen persönlich anschauen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Sind die Plätze sehr knapp, muss man heutzutage zumeist ein Bewerbungsverfahren durchlaufen und auf eine Antwort warten. Daher sollten Sie mit diesem Prozess sehr frühzeitig starten. So kann sich Ihr Nachwuchs zudem auch nach und nach an den Gedanken gewöhnen, dass er bald Abschied von seinen Freunden nehmen muss und ein neues Kapitel beginnt.

Entrümpeln und Müll entsorgen

Nutzen Sie die Gelegenheit des Umzugs, einmal umfangreich auszumisten und seien Sie dabei schonungslos ehrlich zu sich selbst. Schließlich muss später jeder einzelne Gegenstand aufwendig verpackt, transportiert und wieder untergebracht werden. Was schon lange ein Dasein im Keller fristet und nicht mehr gebraucht wird, kann vermutlich weg.

Verkaufen Sie Möbel, Spielzeug, Kleidung, Unterhaltungselektronik und Küchenzubehör auf Plattformen im Internet oder veranstalten Sie einen Garagenflohmarkt. Spenden können häufig an gemeinnützige Einrichtungen oder Sozialkaufhäuser abgegeben werden und damit anderen Menschen noch eine Freude machen.

Was nicht mehr funktionsfähig ist, muss angemessen entsorgt werden. Erkundigen Sie sich bei der Stadtverwaltung nach den jeweiligen Vorgaben zur Mülltrennung. Altmetall, Papier und Gelbe Säcke dürfen in der Regel auf Wertstoffhöfen abgegeben werden, für Elektroschrott gelten meist andere Regeln.

Kaputtes Geschirr oder altes Bettzeug gehören auf eine Deponie. Handelt es sich um große Möbel wie die ausgebaute Eckbank, alte Waschmaschinen oder dergleichen, kann man auch die kostenpflichtige Abholung von Sperrmüll beantragen.

Umzugsfahrzeug reservieren

Nachdem es durch das umfassende Entrümpeln schon einmal etwas übersichtlicher geworden ist, können Sie Ihr Umzugsgut nun umso leichter schätzen. Hierfür berechnet man das entstehende Volumen, das es zu transportieren gilt. Besonders große Teile wie beispielsweise Küchenmöbel oder die Fronten des Kleiderschranks sollten ausgemessen werden.

Legen Sie im Zuge dessen am besten direkt eine Inventarliste an, dann wird es später einfacher, alles wieder richtig auf die jeweiligen Zimmer zu verteilen. Auf dieser Grundlage können Sie nun online ganz unkompliziert bei einer der vielen Autovermietungen ein Umzugsfahrzeug reservieren. Suchen Sie, wenn möglich, einen Wochentag aus, denn an Wochenenden fällt aufgrund der verstärkten Nachfrage ein erheblicher Zuschlag an.

Da die preislichen Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern groß sein können, hilft zudem der Blick auf eine unabhängige Vergleichsplattform dabei, effektiv Kosten einzusparen. Achten Sie außerdem genau auf die Bedingungen bezüglich der erforderlichen Führerscheinklasse, enthaltener Freikilometer und des bestehenden Versicherungsschutzes.

Bei langen Fahrten sollten Sie zwei Fahrer eintragen lassen, was normalerweise einen kleinen Aufschlag kostet. So können Sie sich beim Manövrieren des ungewohnten Fahrzeugs abwechseln und damit auch etwas Entspannung reinbringen, wenn an dem Tag sowieso schon die Nerven blank liegen.

Urlaub einreichen

Da das Datum mit der Fahrzeugreservierung nun festgelegt wurde, sollten Sie auch beim Arbeitgeber Urlaub für den Umzug einreichen oder Ihre Kunden entsprechend informieren, an diesen Tagen nicht zur Verfügung zu stehen.

In der Regel dauert alles immer deutlich länger als veranschlagt. Seien Sie also lieber großzügig mit den freien Tagen, um alles schaffen zu können. Je nach Arbeitsvertrag steht Ihnen gegebenenfalls sogar Sonderurlaub zu.

Umzugshelfer suchen oder ein Umzugsunternehmen beauftragen

Wer schon einige Male umgezogen ist, weiß: Ohne ein zuverlässiges Team aus Umzugshelfern ist dies kaum zu bewältigen. Überlegen Sie sich also im Vorfeld, wen Sie dafür anfragen können und wie viele Personen Sie insgesamt brauchen. Je erfahrener Ihre tatkräftigen Helfer sind, desto besser, denn so brauchen Sie am Tag des Umzugs umso weniger Anweisungen zu geben.

Es ist sinnvoll, dass einige Helfer Sie mit dem Auto begleiten, um dort besonders zerbrechliche oder wertvolle Besitztümer zu transportieren, die im Lastwagen allzu leicht Schaden nehmen könnten. Planen Sie daher auch diese Privatfahrzeuge entsprechend ein.

Wer sich das Vorhaben nicht auf eigene Faust zutraut oder ein besonders großes Objekt wie ein komplettes Einfamilienhaus umziehen möchte, sollte ein professionelles Umzugsunternehmen einschalten.

Auch dabei haben Sie bestimmte Wahlfreiheiten, was den Umfang des Services angeht. Sie können beispielsweise die Möbel vor der Abholung zerlegen und Kisten selbst vorbereiten, oder das komplette Ein- und Auspacken von Experten übernehmen lassen.

Kartons und Verpackungsmaterial besorgen

Leihen oder kaufen Sie ausreichend Umzugskisten und gegebenenfalls Schutzmaterial für Gläser und Spiegel. Hier werden Sie im Normalfall auch in den Kleinanzeigen fündig.

Verträge ummelden und Nachsendeauftrag stellen

Regeln Sie rechtzeitig Ihre Postzustellung und die Ummeldung von Strom- oder Gasverträgen auf die neue Anschrift.

Möbel abbauen und Kisten packen

Gehen Sie hier ganz systematisch vor: Alle Schrauben, Muttern und sonstigen Verbundteile der Möbelstücke kommen in kleine Plastiktüten, die Sie mit Klebeband an einem der Hauptteile festmachen. Schnüren Sie Schrankbretter zusammen, kleben Sie Ecken ab, sichern Sie Schubladen.

Im Normalfall brauchen Bücherregale oder Kommoden nicht zerlegt zu werden, beschränken Sie sich auf große und heikle Teile wie Bettgestelle, Aktenschränke oder Vitrinen. Packen Sie Ihre Kisten nur so voll, dass der Boden sicher hält und diese problemlos getragen werden können und achten Sie auf eine klare Beschriftung wie „Küche“, „Arbeitszimmer” etc.

Halteverbotszonen einrichten

Lassen Sie bei der Stadt Halteverbotszonen vor beiden Häusern einrichten oder sorgen Sie ansonsten selbst dafür, diese abzusperren und die Anwohner rechtzeitig zu informieren. Denken Sie an genügend Platz, um mit dem Transporter gut rangieren zu können.

Renovierungsarbeiten erledigen

Im Idealfall haben Sie nach dem Auszug noch etwas Zeit zum Streichen der leeren Räume, ansonsten muss das eben sukzessive um die gepackten Kisten herum passieren.

Am Tag des Umzugs einen klaren Kopf bewahren

Nun heißt es, eins nach dem anderen zu erledigen. Lassen Sie die Beladung des Transporters von jemandem übernehmen, der geübt darin ist, Möbelstücke sinnvoll anzuordnen. Dadurch wird der Platz optimal genutzt und verhindert zugleich, dass etwas unterwegs zu Bruch geht.

Erklären Sie jemanden am Zielort dafür verantwortlich, die Umzugshelfer entsprechend anzuweisen, damit jede Lampe, jeder Stuhl und jede Kiste direkt im passenden Zimmer landet und Sie später nicht alles erneut sortieren müssen.

Extrem wichtig ist zudem, all jene Teile in die Ecken zu stellen, die erst einmal zweitrangig sind und dafür alle Möbelteile, Matratzen und Co. so abzustellen, dass später direkt mit dem Aufbau begonnen werden kann. Hier machen Menschen die meisten Fehler und keilen einzelne Möbelteile so ein, dass sie später nicht mehr drankommen.

Außerdem sollten immer die Laufwege frei bleiben, um es sich selbst nicht zu erschweren. Sammeln Sie alles an Werkzeug und Arbeitszubehör in der Badewanne oder Dusche, so muss man nicht lange suchen und alle haben jederzeit Zugang dazu.

Nichts vergessen?

  • Möbel aufbauen: Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Möbel aufzubauen, vor allem die Betten und Kleiderschränke. Stellen Sie alle Regale, Tische, Lampen und großen Blumenkübel direkt an ihren vorgesehenen Platz, sonst stehen Ihnen diese ewig im Weg herum.

  • Wichtigste Alltagsgegenstände zuerst einräumen: Räumen Sie die Kisten nach Ihrer Dringlichkeit aus. Küchenutensilien, Kleidung und Badartikel möchten Sie von Tag 1 an griffbereit haben. Ihre Fotoalben und die Plattensammlung können währenddessen warten. Das gilt übrigens auch für Deko – diese kommt erst ganz zuletzt, sonst leben Sie vermutlich eine Weile im Chaos.

  • Ummeldung beim Amt vornehmen: In den ersten Tagen am neuen Wohnort sollten Sie zudem Ihre amtliche Ummeldung erledigen.

Einen guten Start im neuen Zuhause wünscht Ihnen
Ihr umzuege.de-Team

Erfahrene Profis

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