Umzugsratgeber

Küchenumzug mit Küchenrückwand – die beste Vorgehensweise

Küchenumzug mit Küchenrückwand – die beste Vorgehensweise
Küchenumzug mit Küchenrückwand – die beste Vorgehensweise
© Urheber: Stefanie / stock.adobe.com
25.01.2023
Adrian Ministrator

Küchenmöbel und vor allem Küchengeräte sind teuer, sodass die meisten ihre Einbauküche bei einem Umzug samt der Küchenrückwand mitnehmen möchten. Das spart enorme Kosten, ist aber nicht in jedem Fall sinnvoll. Denn als Voraussetzung muss natürlich gegeben sein, dass die alte Küche für die neue Wohnung auch die richtige Passform besitzt. Die Position einzelner Küchenelemente wird zudem von den Anschlüssen (Gas, Wasserzulauf, Wasserablauf, Stromanschluss) vorbestimmt. Es gibt einige Tipps, die den Küchenumzug mit Küchenrückwand erleichtern.

Ist die alte Küche und Küchenrückwand kompatibel zur neuen Wohnung?

Bevor der Umzug mit der neuen Küche stattfindet, gilt es die Küchenmöbel genau auszumessen und mit den Abmessungen der neuen Wohnung abzugleichen. Viele Küchenelemente lassen sich auf verschiedene Weise zusammenfügen, sodass ein wenig Spielraum in der Anordnung besteht.

Fehlen in der neuen Wohnung am Aufstellplatz für Kühlschrank, Herd oder Spülmaschine erreichbare Steckdosen, kann mit einem Stromverlängerungskabel noch für Abhilfe geschafft werden. Besonders beim Herd muss das Verlängerungskabel jedoch für die maximale Stromaufnahme des Gerätes ausgelegt sein.

Kommt das Spülbecken in der Wohnung an einen Fensterplatz, ist genau die Höhe der Fensterbank zu prüfen und ob sich das Fenster noch wegen der Spülbecken-Armaturen öffnen lässt. Notfalls lassen sich die Armaturen austauschen. Dabei geht es nicht nur um frische Luft, sondern auch die Reinigungsmöglichkeit des Fensters von der Außenseite gilt es zu berücksichtigen.

Demontage der Küchenmöbel und der Küchenrückwand

Bei der Demontage der Einbauküche sollte mit Plan und Verstand begonnen werden. Alle Schrauben, Clips, Schlauchschellen und weiteres Montagematerial sollte für jedes Küchenelement in einen Beutel kommen und zum Schluss mit Klebeband an den betreffenden Schrank geklebt werden.

Bei komplexen Konstruktionen empfiehlt es sich, vor der Zerlegung Fotos oder zumindest Notizen für den Wiederaufbau zu machen. Bei leichten Schränken können die Türen montiert bleiben, müssen aber auf jeden Fall vor dem Transport mit Klebeband fixiert werden. Die Einlegeböden sollten zuvor herausgenommen werden. Die Griffe können beim Transport Schaden nehmen und werden vorsichtshalber abgeschraubt.

Es ist auch hilfreich, sich die einzelnen Schritte der Demontage zu nummerieren (im Uhrzeigersinn) und den Aufbau in umgekehrter Reihenfolge durchzuführen.

Zuerst Küchengeräte ausbauen

Zuerst sollten die elektrischen Geräte aus der Einbauküche ausgebaut werden. Dazu ist es sinnvoll, zuerst die Stecker herauszuziehen und die Wasser- oder Gasversorgung abzudrehen. Sind die Steckdosen erst nach dem Ausbau zugänglich, kann der Strom einfach am Sicherungskasten abgeschaltet werden.

Ein Kühlschrank mit Gefrier-Kombination sollte schon einen Tag vorher abgestellt werden, damit er genug Zeit hat, vollständig abzutauen. Sind die Geräte ausgebaut, sollte das Wasser vollständig abgelassen werden. Das betrifft neben dem Kühlschrank auch die Spülmaschine. Im Zu- und Ablauf befindet sich häufig noch Wasser, welches vor dem Transport ablaufen sollte.

Die Reihenfolge

Ob zuerst die Hängeschränke oder die stehende Küchenzeile demontiert wird, ist im Grunde unerheblich. Sind die Befestigungspunkte der Hängeschränke trotz stehender Küchenzeile gut zugänglich, sollten sie zuerst demontiert werden. Es verhindert das Risiko, sich bei der Zerlegung der stehenden Küchenzeile öfter den Kopf zu stoßen.

Die Küchenrückwand demontieren

Ein neuer Trend sind Küchenrückwände, die es zum Beispiel bei Rückwand24 in unglaublich großer Motivauswahl gibt. Diese Küchenrückwände, die es auch als Duschrückwand oder als Motivrückwand für das Wohnzimmer gibt, haben verschiedene Befestigungsmöglichkeiten. Sie lassen sich zum Beispiel mit Schrauben an der Wand montieren, mit Schienensystemen einhängen oder einfach mit Silikon- oder Montagekleber an die Wand kleben.

Da sie oft erst an die Wand montiert werden, wenn die Küche bereits aufgebaut ist, sollten sie bei einer Verklebung erst zuletzt demontiert werden. Dann ist die Küchenrückwand von allen Seiten und oben und unten gut zugänglich, um sie von der Wand zu lösen. Ist die Küchenrückwand mit der Wand verschraubt, ist die Demontage denkbar einfach. Oft sind die Schrauben mit Abdeckungen versehen, die zuerst vorsichtig mit einem sehr flachen Schraubenzieher abzuheben sind.

Ist die Küchenrückwand mit Silikon- oder Montagekleber an die Wand geklebt, hilft ein stabiler, scharfer Spachtel, die Klebestellen zu durchtrennen. Ideal ist eine zweite Person, die während des Lösens die Küchenrückwand hält, damit sie nicht plötzlich auf den Boden fällt.

Nachdem die Küchenrückwand von der Wand gelöst wurde und alle Klebereste von der Rückseite entfernt wurden, kann die Küchenrückwand transportsicher verpackt werden. Sie sollte im Umzugswagen nicht an anderen Möbel scheuern können und es sollten auch keine schweren Lasten darauf abgestellt werden. Nach dem gleichen Prinzip lassen sich auch Duschrückwände oder Motivrückwände aus dem Wohn- oder Schlafzimmer demontieren.

Ist in der neuen Küche weniger Platz und die Küchenrückwand passt nicht mehr in voller Größe hinein, lässt sie sich auch sehr leicht auf die passenden Abmessungen zurechtsägen. Eine Eisensäge leistet dazu wertvolle Dienste.

Notwendige Erneuerungen

Bevor die alte Küche in der neuen Wohnung wieder aufgebaut wird, sollten die Schläuche und Dichtungen der Geräte geprüft werden. Es lohnt sich immer, sich schon vorab neue Dichtungen zu besorgen. Durch den Alterungsprozess können Dichtungen und Schläuche spröde werden. Oft waren Spülmaschinen oder Spülbecken vor dem Umzug noch dicht, werden dann aber durch die Demontage und erneute Inbetriebnahme undicht.

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