Umzugsratgeber

Umzug steht an - so wird die Wohnung besenrein

Umzug steht an - so wird die Wohnung besenrein
Umzug steht an - so wird die Wohnung besenrein
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23.03.2022
Adrian Ministrator

Wenn ein Umzug ansteht, braucht es vor allem jede Menge Geduld und gute Vorbereitung. Gerade beim ersten Umzug vergessen viele Menschen wichtige Aspekte, die aber von hoher Wichtigkeit sind. Eine Checkliste kann dabei helfen, alle Punkte zu beachten, damit der Transport von A nach B auch wirklich funktioniert.

Verschiedene Gründe für einen Umzug

Je nach Umzugsart kann der Arbeitsaufwand größer oder geringer sein. Wir die neue Wohnung kleiner, können viele Möbel nicht mitkommen und es braucht den Sperrmüll, um tatsächlich eine leere Wohnung zu hinterlassen. Weniger aufwändig wird es, wenn die neue Wohnung größer wird, denn dann dürfen meist alle Möbelstücke mitkommen und es fällt weniger Müll an.

Wenn zwei Haushalte zu einem zusammengelegt werden, fällt ebenfalls viel Müll an, der entsorgt werden muss. Anders als in vielen anderen Städten, kann in einer Großstadt wie Berlin nicht einfach Müll an die Straße gestellt werden, der dann von den Entsorgungsbetrieben abgeholt wird. Wer keine Expertenfirma beauftragt, muss seinen Müll selbstständig zum Recyclinghof bringen und hat dadurch noch mehr Arbeit.

Umzugskartons in ausreichender Menge besorgen

Der erste Schritt zur besenreinen Wohnung ist das Verpacken der persönlichen Gegenstände. Um nur das mitzunehmen, was wirklich benötigt wird, sollte zuvor ausgemistet werden. Über die Jahre sammelt sich viel Unrat an, den längst niemand mehr benötigt oder je vermisst hat.

Als sehr praktisch hat sich außerdem ein Hausflohmarkt erwiesen, bei dem noch brauchbare Möbel von anderen Menschen abgekauft oder kostenlos mitgenommen werden können. Jedes Möbelstück, was den Entsorgungskreislauf umgehen kann, hilft an einer anderen Stelle einem Menschen weiter, seine Wohnung hübsch zu gestalten.

Wenn dann ausreichend Umzugskartons vorhanden sind, geht es ans Einpacken. Auch hier hat sich ein solider Plan bezahlt gemacht, damit es stressfrei ins neue zu Hause geht. Je genauer Kartons beschriftet werden, desto wenig Aufwand entsteht in der neuen Wohnung und desto schneller sind die Kartons auch wieder ausgepackt.

Auch die richtige Größe des Umzugskartons ist entscheidend. Packen Sie beispielsweise Bekleidung, kann hier auch ein großer Karton genutzt werden, denn Kleidung ist weniger schwer. Packen Sie hingegen Geschirr ein, sollten Sie lieber kleine Kartons verwenden, denn ein XL-Karton ist dann kaum noch zu tragen. Wenn Sie kein Umzugsunternehmen nutzen, können schwere Kartons den Umzug massiv erschweren.

Restmüll entsorgen und Sperrmüll Service nutzen

Wenn alle persönlichen Gegenstände aus der Wohnung entfernt sind, muss die Planung des Mobiliars erfolgen. Was darf mit in die neue Wohnung kommen, was wird nicht mehr benötigt? Über Kleinanzeigenportale finden sich schnell Abnehmer für Möbel, die noch gebrauchsfähig sind, so dass sich der Bestand Schritt für Schritt lichtet.

Jene Möbel, die mit ins neue zu Hause genommen werden, müssen abgebaut und verladen werden. Umzugsunternehmen übernehmen diese Schritte. Ist die Wohnung dann frei von allen Gegenständen, die noch benötigt werden, gilt es den Restmüll zu entsorgen. Pappe gehört zum Altpapier, Gläser ins Altglas und Restmüll in die Abfalltonnen.

Zum Schluss bleibt der Sperrmüll übrig, bestehend aus Möbeln, die niemand mehr haben möchte und vielen anderen Dingen. Hier hat es sich als enorme Hilfe erwiesen, einen Sperrmüll Service zu beauftragen, anstatt den Weg zum Recyclinghof selbst anzutreten. Kostengünstig, fair und transparent werden alle Sperrmüll-Gegenstände abgeholt und entsorgt, so dass die Wohnung danach leer ist.

Nicht immer muss gestrichen werden

Es gibt zahlreiche juristische Tipps bezüglich der Renovierungsfrage beim Auszug aus einer Wohnung. Wenn diese beispielsweise unrenoviert bezogen wurde, ist nach dem Auszug keine Streicharbeit nötig. Wenn Sie allerdings renovieren müssen, sollten Sie die Sperrmüll Abholung erst nach den Arbeiten durchführen lassen.

Grund hierfür ist, dass Sie nach der Renovierung erneute Abfälle haben, die Sie nicht über die Hausmülltonne entsorgen dürfen. Farbeimer und Malerutensilien müssen gesondert entsorgt werden, hier kann Ihnen eine Entsorgungsfirma fast immer weiterhelfen.

Wenn die Wohnung fertig gestrichen ist, entfernen Sie alle Gegenstände aus den Räumen, bis tatsächlich nichts mehr übrig ist. Nun braucht es den typischen "Besen", damit die Wohnung entsprechend gesäubert werden kann.

Besenrein bedeutet nicht lupenrein

Die Frage, was besenrein überhaupt bedeutet, stellen sich viele Menschen beim Umzug. Es ist nicht notwendig, die Wohnung auf Hochglanz zu wienern. Weder müssen die Fenster geputzt, noch der Boden geschrubbt werden. Entscheidend ist, dass sich keine groben Schmutzpartikel und keine Essensreste in der Wohnung befinden. Staub, normale Abnutzungserscheinungen, Kalkflecken an den Armaturen oder auch Unkraut auf dem Balkon müssen vom Vermieter bei der Wohnungsabnahme toleriert werden.

Der Begriff besenrein bezieht sich tatsächlich auf die Art der nötigen Reinigungen. Die Wohnräume, sofern kein Teppichboden vorhanden ist, mit einem Besen auszufegen und so alle groben Schmutzpartikel entfernen ist ausreichend, um den gewünschten Zustand herzustellen.

Eine gestellte Einbauküche muss von Essensresten und groben Verschmutzungen gereinigt werden, es ist allerdings nicht erforderlich, die Spüle auf Hochglanz zu polieren oder das Ceranfeld gesondert zu bearbeiten. Flecken und Schlieren werden bei der besenreinen Übergabe nicht bemängelt und beachtet.

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